Die CIE ist eine technische, wissenschaftliche und kulturelle Non-Profit-Organisation mit folgenden Zielen in den Bereichen Licht und Beleuchtung:

  1. Bereitstellung eines internationalen Forums für die Erörterung aller Angelegenheiten in Bezug auf Wissenschaft, Technologie und Kunst sowie für den Austausch von Informationen in diesen Bereichen zwischen den Ländern
  2. Entwicklung grundlegender Standards und Verfahren der Metrologie
  3. Unterstützung bei der Entwicklung internationaler und nationaler Normen
  4. Verfassen und veröffentlichen von Normen, Berichten und anderen Publikationen
  5. Zusammenarbeit mit anderen internationalen Organisationen aus diesen Bereichen

Die Internationale Beleuchtungskommission CIE (Commission Internationale de l'Éclairage) wurde 1913 als Nachfolgeorganisation der CIP (Commission International de Photométrie) gegründet. Stimmberechtigte Mitglieder der CIE sind die nationalen Komitees der Mitgliedsstaaten. Das Schwerpunktthema der CIE ist Bewertung von Licht und Farben und die Schaffung international einheitlicher Maße in der Lichttechnik, weshalb bereits zu Beginn die Nationalen Metrologieinstitute, die sich nach dem Beispiel der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in fast allen Industrieländern gebildet hatten, hinzugezogen wurden.

Als Gründungsmitglieder der CIE sind insbesondere Frankreich, Deutschland, USA, Österreich und Großbritannien zu nennen. Bereits kurz nach der Gründung machte der Ausbruch des 1. Weltkriegs eine Zusammenarbeit kaum möglich. Die Aktivitäten wurden erst im Jahr 1921 wiederaufgenommen. Deutschland konnte erst wieder in den späten zwanziger Jahren in der CIE aktiv werden. Auch der 2. Weltkrieg unterband eine Zusammenarbeit weitgehend, weshalb viele der in den dreißiger Jahren gefassten Beschlüsse, wie die Einführung eines Platin-Punkt Hohlraumstrahlers als Normal für die Definition der Einheit der Lichtstärke, erst ab 1948 international umgesetzt wurden.

In den Anfangsjahren der CIE wurden einzelne wissenschaftliche Themen in Technischen Komitees jeweils unter der Federführung des Sekretariats eines Nationalen Komitees, bearbeitet.

Heute ist die CIE breiter aufgestellt und versteht sich als technisch-wissenschaftliche Organisation und internationale Vertretung der Lichttechnik.

Aufgrund der stark zunehmenden Menge und Vielfalt der Lichttechnischen Fragestellungen wurden 1983 einzelne Divisionen innerhalb der CIE eingeführt. Die Nationalen Komitees ernennen stimmberechtigte Mitglieder für diese Divisionen, die u. a. über die Genehmigung von CIE-Empfehlungen und CIE-Standards abstimmen. Deutschland wird in der CIE durch das Deutsche Nationale Komitee der CIE (DNK-CIE e.V.) vertreten.

Die Aktivitäten der CIE werden vom Zentralbüro in Wien, Österreich, aus betreut und koordiniert. Dem Zentralbüro steht ein Verwaltungsrat vor, der von einer Generalversammlung der Nationalen Komitees legitimiert wird.

In den einzelnen Divisionen werden Know-how, Erfahrungen und wissenschaftliche Kompetenz zusammengebracht.
Die 40 nationalen Komitees, die sich dem CIE angeschlossen haben, bringen sich direkt in folgenden Divisionen ein.

 

  •  Division 1:   Sehen & Farbe    
  •  Division 2:   Physikalische Messung von Licht & Strahlung 
  •  Division 3:   Innenraum und Beleuchtungsentwurf  
  •  Division 4:   Verkehr und Außenbeleuchtung  
  •  Division 6:   Photobiologie and Photochemie  
  •  Division 8:   Bildverarbeitung
  •  32 aktuelle internationale Standards
  •  175 aktuelle technische Berichte und Empfehlungen
  •  45 Konferenzberichte (ab 1991)
  •  8 Technische Mitteilungen
  •  Insgesamt über 350 Standards, Berichte, Empfehlungen und Mitteilungen

CIE, Central Bureau, Babenbergstraße 9/9A, 1010 Wien, Austria
Telefon: +43 1 714 31 87
Für allgemeine Anfragen: ciecb@cie.co.at,
Für technische Anfragen: helpdesk@cie.co.at

http://www.cie.co.at/